Chinesische Bitcoin-Miner haben die Wasserkraftressourcen Äthiopiens im Visier

Inhaltsverzeichnis

  • Von China nach Äthiopien
  • Äthiopiens Reiz: günstiger Strom, regulatorische Flexibilität
  • Damit verbundene Herausforderungen

Chinesische Bitcoin-Miner, die einst die globale Mining-Landschaft dominierten, finden nun Zuflucht in Äthiopien, da sie auf der Suche nach bezahlbarem Strom und günstigeren regulatorischen Rahmenbedingungen sind.

Von China nach Äthiopien

Inmitten eines Wirbelsturms regulatorischer Änderungen in ihrem Heimatland haben sich chinesische Bitcoin-Miner auf eine Reise nach Äthiopien begeben, angelockt von der Aussicht auf reichlich Wasserkraft und freundliche Vorschriften.

Einst als Weltmarktführer im Bergbausektor gefeiert, wurden diese Bergleute im Jahr 2021 aufgrund strenger Vorschriften aus China verdrängt. Chinas Vorgehen gegen das Kryptowährungs-Mining im Jahr 2021 löste Schockwellen im ganzen Land aus, löste eine Massenflucht von Bergleuten aus dem Land aus und drängte sie dazu Erkunden Sie alternative Standorte. Ihre Suche nach grüneren Weiden führte sie ans Horn von Afrika.

Äthiopiens Reiz: günstiger Strom, regulatorische Flexibilität

Äthiopien hat sich aufgrund seiner niedrigen Stromkosten und der freundlichen Haltung der Regierung gegenüber Bergbauaktivitäten trotz eines Verbots des Kryptowährungshandels zu einem attraktiven Ziel für diese Bergleute entwickelt.

Da 92 % des Stromnetzes aus Wasserkraft bestehen, verfügt Äthiopien über eine der günstigsten Energiequellen weltweit. Die Stromversorgung erfuhr nach der Inbetriebnahme des Grand-Ethiopian-Renaissance-Staudammkraftwerks einen deutlichen Anstieg und wird sich bei Erreichen der vollen Kapazität voraussichtlich verdoppeln.

Darüber hinaus trägt das gemäßigte Klima Äthiopiens dazu bei, die Kühlkosten zu senken, und stellt einen günstigen Kontrast zu heißeren Standorten wie Texas dar, das derzeit den Titel des wichtigsten Bergbauzentrums der Vereinigten Staaten trägt.

Chinesische Unternehmen haben keine Zeit damit verschwendet, das Bergbaupotenzial Äthiopiens zu erschließen, wobei ein erheblicher Teil der Unternehmen, die mit dem Strommonopol des Landes zusammenarbeiten, aus China stammt. Dieser Investitionszufluss unterstreicht die Entwicklung Äthiopiens zu einem Hotspot für Krypto-Mining-Aktivitäten.

Damit verbundene Herausforderungen

Der Eintritt von Bitcoin-Minern nach Äthiopien ist nicht ohne Risiken. Die Volatilität der Kryptoindustrie, gepaart mit politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, stellt sowohl die Unternehmen als auch das Gastgeberland vor Herausforderungen.

Es bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen des Krypto-Minings und seiner möglichen Belastung für die Stromversorgung Äthiopiens. Die regulatorischen Rahmenbedingungen befinden sich noch in der Entwicklung, was den Bergleuten Unsicherheit über die langfristige Aufsicht und Einhaltung lässt.

Einige Bergleute greifen darauf zurück, ihre Aktivitäten zu verschleiern, um Vorschriften zu umgehen und Strom ohne offizielle Genehmigungen zu sichern, eine Strategie, die mit Risiken verbunden ist, wie in anderen Ländern wie dem Iran und Kasachstan zu beobachten ist.

Die Migration chinesischer Bitcoin-Miner nach Äthiopien spiegelt den globalen Trend wider, dass Miner kosteneffiziente und regulierungsfreundliche Umgebungen suchen, während die Sorge um die ökologische Nachhaltigkeit und regulatorische Unsicherheiten zunimmt.

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2024-02-13 18:06